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Hells Angels waschen ihre Hände in Unschuld

Nach dem Zusammenstoss zwischen den rivalisierenden Motorrad-Gangs «Hells Angels» und «MC Outlaws» zeigt sich ein widersprüchliches Bild der Geschehnisse.

Der Sachschaden sei eine Reaktion auf den Angriff auf die «Hells Angels» gewesen: Bei der Auseinandersetzung zerstörte Autoscheibe.
Der Sachschaden sei eine Reaktion auf den Angriff auf die «Hells Angels» gewesen: Bei der Auseinandersetzung zerstörte Autoscheibe.

Die «Hells Angels» beschreiben die Ereignisse völlig anderes, als sie der Polizei zugetragen wurden. Über den mutmasslichen Angriff auf das Klublokal des Motorradclubs «MC Outlaws» in Ehrendingen habe man bisher kaum Fakten, sagte Rudolf Woodtli, Mediensprecher der Aargauer Kantonspolizei, am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Man wisse nicht, wie viele Personen oder Gruppen beteiligt gewesen waren, hielt Woodtli fest. Augenzeugen wollen gehört haben, dass über 50 Schüsse gefallen seien. Gesicherte Informationen gebe es dazu jedoch nicht.

Auch sei unklar, ob tatsächlich ein Schweizer Ableger der deutschen Biker-Gang «MC Outlaw» gegründet werden sollte. Das Clublokal soll seit längerer Zeit an Motorrad-Begeisterte vermietet gewesen sein. Sicher sei, dass drei Personen in Untersuchungshaft sitzen.

Polizei im Kontakt mit Deutschland

Wie lange die drei Schweizer im Alter zwischen 42 und 45 Jahren noch festgehalten werden ist nicht bekannt, wie Woodtli sagte. Die Aargauer Kantonspolizei steht mit den Behörden in Deutschland in Kontakt.

So lange es noch keine genaue Angaben über den Vorfall gibt, sind gemeinsame Ermittlungen mit der deutschen Polizei kein Thema.

Hells Angels: «Keine Schlägerei»

Der Motorradclub «Hells Angels» zeichnet von der Auseinandersetzung ein völlig anderes Bild als die Polizei. Es habe sich um eine Ausfahrt von ungefähr 30 Motorradclubs gehandelt, sagte Valentin Landmann, der Rechtsanwalt des Motorradclubs, am Montag auf Anfrage.

Beim Eintreffen in Ehrendingen sei ohne Vorwarnung auf sie geschossen worden, heisst es in einer Erklärung der «Hells Angels», welche der Nachrichtenagentur SDA vorliegt. Es habe keine Schlägerei stattgefunden, betonen die Biker.

«Keine deutschen Verhältnisse»

Es lasse sich jedoch nicht abstreiten, dass erheblicher Sachschaden entstand. Dies sei jedoch eine Reaktion auf den Angriff gewesen. Die Motorradclub-Szene in der Schweiz wolle und akzeptiere keine deutschen Verhältnisse, hielten die «Hells Angels» fest.

Sie bestritten zudem, dass die drei in Untersuchungshaft festgehaltenen Schweizer den «Hells Angels» angehörten. Es sei bisher kein Mitglied der «Hells Angels» im Zusammenhang mit dem Vorfall verhaftet worden.

SDA/mt

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