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Herzlich willkommen im Abfallkübel von Basel

Um zu verstehen, worum es bei den Basler Wahlen geht, muss man das Armenviertel Kleinhüningen aufsuchen. Hier kollidiert die Bitterkeit der Alten mit dem Aufbruch der Jungen.

«Fast alles hier ist schlecht», sagt Georges Böhler – dabei liebt er Kleinhüningen, das er sein Dorf nennt. Foto: Christian Flieri
«Fast alles hier ist schlecht», sagt Georges Böhler – dabei liebt er Kleinhüningen, das er sein Dorf nennt. Foto: Christian Flieri

Der Dorfkönig von Kleinhüningen wurde ausgeschafft. Jedenfalls fühlt es sich so an für ihn. Über siebzig Jahre hatte Georges Böhler in dem alten Patrizierhaus an der deutschen Grenze gewohnt, vor anderthalb Jahren musste er wegziehen; die Behörden brauchten die Villa Ottenbach neben dem Empfangszentrum, um Asylsuchende unterzubringen. «Diese Asylanten», sagt der 81-Jährige mit einer Stimme, in der Zorn, Bitterkeit und Unverständnis anklingen: «Sie kommen, weil die Regierung sie bei uns unterbringt.»

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