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Herzog will, Gut sagt ab, Fehr überlegt

Die SP hat eine weitere Kandidatin für die Nachfolge von Moritz Leuenberger bekannt gegeben. Es ist die Basler Finanzdirektorin Eva Herzog.

Gilt als durchsetzungsfähig und sattelfest auch in schwierigen Dossiers: Eva Herzog.
Gilt als durchsetzungsfähig und sattelfest auch in schwierigen Dossiers: Eva Herzog.
Keystone

Die baselstädtische Finanzdirektorin Eva Herzog will in den Bundesrat: Herzog wurde von der Geschäftsleitung der SP Basel-Stadt als Kandidatin für die Nachfolge von Moritz Leuenberger nominiert, wie die SP Basel-Stadt und Baselland am Montag gemeinsam bekannt gaben.

Herzog sei die gemeinsame Kandidatin beider Kantonalparteien, sagten deren Spitzen an einer Medienkonferenz in Basel. Die 1961 geborene Eva Herzog ist seit 2004 Finanzdirektorin des Stadtkantons. Vor zwei Jahren bestätigte sie das Volk mit dem Spitzenergebnis aller Gewählten.

Durchsetzungsfähig

Als Finanzdirektorin hat sich die promovierte Historikerin Herzog den Ruf einer erfolgreichen Konsenspolitikerin erworben, dies über die Parteigrenzen hinaus. Insbesondere bei schwierigen Dossiers, wie der Sanierung der Pensionskasse des Kantons oder Steuergesetzrevisionen, erwies sie sich als durchsetzungsfähig.

Eva Herzog wurde im Kanton Baselland geboren, wo sie auch aufwuchs. Neben Geschichte studierte sie Wirtschaftswissenschaften und Spanisch. Danach war sie unter anderem im wissenschaftlichen sowie im Kulturbereich tätig. Im Basler Grossen Rat präsidierte sie die Fraktion ihrer Partei.

Gut will im Regierungsrat bleiben

Die Zürcher Regierungsrätin Ursula Gut will hingegen nicht Bundesrätin werden. Dies teilte die Freisinnige am Montag mit. Gut war als mögliche Kandidatin für die Nachfolge von Hans-Rudolf Merz genannt worden.

Sie sei von den Freisinnigen Frauen der Schweiz angefragt worden, ob sie kandidieren wolle und habe eine Bewerbung geprüft, schreibt die Zürcher Finanzdirektorin. Dabei sei sie zum Schluss gekommen, sie wolle weiterhin «den Auftrag erfüllen, der mir durch meine Wahl in den Regierungsrat erteilt wurde».

Sie teile allerdings das Anliegen, dass die FDP durch eine Frau im Bundesrat vertreten sein solle, schreibt Gut weiter.

Fehr überlegt noch

Die Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr will bis am 26. August entscheiden, ob sie für den Bundesrat kandidiert oder nicht. Damit nutzt sie die mögliche Frist maximal aus.

Sie brauche genügend Zeit für Gespräche und wolle sich nicht schon jetzt «in einem Interviewmarathon mit den Medien verlieren», schreibt sie in einem Communiqué vom Montag.

Falls sie sich für eine Kandidatur entscheide, werde die SP Winterthur am Abend des 26. August zu einem Lancierungsanlass einladen. Am 30. August würde dann eine ausserordentliche Delegiertenversammlung der SP Kanton Zürich stattfinden.

SDA/jak

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