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Hinter dem Burn-out verstecken sich oft psychische Probleme

Das Ausgebranntsein ist in den 80er-Jahren bekannt geworden und hat danach viel Aufmerksamkeit erhalten. Mittlerweile hat der Begriff Burn-out an Schärfe verloren.

Nicht alle Lehrer sind im gleichen Masse Burn-out-anfällig. «Wer seinen Beruf begeistert ausübt und sich sehr stark engagiert, ist auch stärker gefährdet, auszubrennen», sagt Mediziner Daniel Frey, der in Zürich über 1000 Klassenlehrkräfte zu dem Thema befragt hat. «Das Ausbrennen ist ein Mythos», sagt hingegen der Berner Erziehungswissenschaftler Alexander Wettstein. Er hat aktuelle Studien ausgewertet und folgert daraus: Engagierte und begeisterungsfähige Lehrpersonen blieben eher gesund. Gegen den Mythos des Ausbrennens spreche auch der Befund einer neuen Erhebung aus Deutschland: Demnach wies ein Viertel der Lehramtsstudierenden bereits vor dem ersten Arbeitstag an einer Schule ein Burn-out-Muster auf. Es stelle sich deshalb die Frage, ob der Lehrberuf überdurchschnittlich oft Personen mit Vorbelastungen anziehe, schreiben die Autoren.

Einig sind sich Frey und Wettstein darin, wie Burn-out-Syndrome vermieden werden können: Voraussetzung sei ein gutes Lehrerkollegium, in dem Probleme frühzeitig und offen angesprochen werden könnten.

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