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Hunde ohne Steuermarke sollen sterben

Wenn Einwohner die fälligen Hundesteuern nicht zahlen, sollen ihre Hunde eingeschläfert werden. Das droht die Gemeinde Reconvilier an. Sie ernten heftige Reaktionen.

«Nur Druck auf unwillige Bürger»: Reconvilier droht damit, Hunde einzuschläfern.
«Nur Druck auf unwillige Bürger»: Reconvilier droht damit, Hunde einzuschläfern.

Hundebesitzer in einem kleinen Schweizer Dorf müssen bei Steuerflucht künftig womöglich um das Leben ihrer Hunde bangen. Die Verwaltung von Reconvilier plant, Hunde einschläfern zu lassen, deren Halter nicht die jährliche Hundesteuer von 50 Franken begleichen. Mit dieser drastischen Massnahme sollten unter anderem Hunderttausende Franken ausstehender Steuergelder eingetrieben werden, erklärte Behördenvertreter Pierre-Alain Nemitz.

Nemitz berief sich dabei auf ein Gesetz aus dem Jahr 1904. Das erlaube der Dorfgemeinschaft, Hunde zu töten, wenn ihre Herrchen nicht zahlten. In Behörden seien nach Bekanntgabe der Pläne Todesdrohungen eingegangen, sagte Nemitz der Nachrichtenagentur AP. «Das soll doch keine Massenhinrichtung von Hunden sein,» sagte er zur Verteidigung. «Damit soll nur Druck auf unwillige Bürger ausgeübt werden.»

dapd/oku

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