«Ich bin doch Idioten nicht Rechenschaft schuldig»
Andreas Glarner löscht seinen Twitter-Account. Der Grund: Er verbreitete eine Falschinformation – und wurde dann hart angefasst.

Andreas Glarner löscht seinen Twitter-Account. Auf Facebook, dort, wo er selektieren kann, wer ihm schreiben und folgen darf, lamentiert er über Twitter: «Was dort an Gehässigkeiten von der linken Seite gepostet wird, geht auf keine Kuhhaut.» Doch Andreas Glarner, selber auch um keine saloppe Provokation (wir erinnern uns: «Kopf hoch statt Kopf ab!»-Plakate) verlegen, ist keineswegs nur Opfer linker Twitter-Trolle geworden.
Glarners Leidensgeschichte beginnt zwei Tage vor der Abstimmung über die Revision des Asylgesetzes, oder, wie es die SVP im Abstimmungskampf genannt hat, der Enteignungsvorlage: «Schweizer erwacht endlich: «Der Bund kündigt in Chiasso langjährigen Mietern im AHV-Alter, weil er Platz für 500 Asylbewerber braucht». Die Geschichte erinnert arg an den Vorwurf Mörgelis, ein Altersheim würde zu einem Asylhotel umgebaut (Redaktion Tamedia berichtete).


