«Ich bin kein Stalker»

Nach diversen Belästigungsvorwürfen geht CVP-Nationalrat Yannick Buttet in die Offensive. In Interviews versucht er sich ins rechte Licht zu rücken.

Politikerinnen äussern sich zum Fall Buttet.
Video: Peter Schneider/Keystone

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Der Walliser CVP-Nationalrat Yannick Buttet kämpft um sein politisches Überleben. Nachdem publik geworden war, dass seine Ex-Geliebte Strafanzeige wegen Belästigung gegen ihn eingereicht hatte, haben sich weitere Frauen zu Wort gemeldet. Buttet soll in alkoholisiertem Zustand übergriffig geworden sein. Von einem «unkontrollierten sexuellen Drang» war die Rede.

Denkt nicht an Rücktritt: Yannick Buttet im Nationalrat. (30. November 2017)

Nun geht der suspendierte CVP-Vize in die Offensive. Sein Medienanwalt ist Andreas Meili, der schon Geri Müller, den Ex-Stadtammann von Baden, in der Nacktselfie-Affäre vertreten hat. Auch dem ehemaligen CVP-Präsidenten Christophe Darbellay hatte Medienanwalt Meili zur Seite gestanden, als dieser wegen eines ausserehelichen Kindes in die öffentliche Kritik geraten war.

Auf Meilis Anraten will Yannick Buttet den Vorwürfen gegen ihn mit Transparenz begegnen. In einem Interview mit dem Westschweizer TV-Sender RTS zeigt sich der 40-jährige Walliser schockiert von dem Bild, das von ihm gezeichnet würde. Man lege es darauf an, sein Leben zu zerstören. Dass man ihn mit dem US-Filmproduzenten Harvey Weinstein vergleiche, tue ihm und seiner Familie weh. «Ich bin kein Stalker», betont Buttet. Er sei lediglich unter Alkoholeinfluss «ein wenig derb» geworden.

«Mit Familie versöhnt»

Zur «Schweiz am Wochenende» sagt Buttet, dass er sich mit seiner Frau und der Familie versöhnt habe. Er setze alles daran, dass seine Familie intakt bleibe. An einen Rücktritt denkt Buttet zu diesem Zeitpunkt nicht. Einen solchen fasse er erst ins Auge, falls er verurteilt werden sollte.

In Bundesbern äussern sich Zweifel, ob Buttet aus dieser Geschichte heil herauskommt. So sagte etwa CVP-Bundespräsidentin Doris Leuthard auf RTS über ihren Parteikollegen Buttet: «Das ist inakzeptabel für einen Politiker.»

(chi)

Erstellt: 02.12.2017, 13:47 Uhr

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