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«Ich bin schockiert»

Wegen eines Asylzentrums spürte Barbara Bär den Zorn des Volkes. Jetzt sagt die Urner Regierungsrätin, was sie gestern Abend empfand.

MeinungLynn Scheurer
Aufgeheizte Stimmung: Besucher der Infoveranstaltung zu einer geplanten Asylunterkunft in Seelisberg reden auf Regierungsrätin Barbara Bär (l.) ein. (4. August 2016)
Aufgeheizte Stimmung: Besucher der Infoveranstaltung zu einer geplanten Asylunterkunft in Seelisberg reden auf Regierungsrätin Barbara Bär (l.) ein. (4. August 2016)
Urs Flüeler, Keystone
Seelisberger strömten in die Turnhalle, wo die Infoveranstaltung stattfand.
Seelisberger strömten in die Turnhalle, wo die Infoveranstaltung stattfand.
Urs Flüeler, Keystone
Rund 400 Personen besuchten den Anlass.
Rund 400 Personen besuchten den Anlass.
Urs Flüeler, Keystone
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Die Szene ist exemplarisch für diesen missglückten Abend: Ein aufgebrachter Mann lehnt sich nach vorne und gestikuliert. Hinter dem Tisch sitzt Barbara Bär, lacht lautlos und schüttelt leicht den Kopf. «Ich bin schockiert», sagt sie am Tag danach. Am Donnerstagabend war die Urner FDP-Regierungsrätin gemeinsam mit Kantons­vertretern nach Seelisberg gekommen, um über die geplante Unterkunft von Asylbewerbern in einem leer stehenden Hotel zu informieren. Dazu kam es nicht. «Die Situation ist nach 10 Minuten eskaliert, und mir wurde das Wort abgeschnitten», sagt Bär, verheiratet, drei erwachsene Kinder, Sozial-, Gesundheits- und Umweltdirektorin. Ein «Strauss» an Aufgaben.

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