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«Ich habe bei den Verdingkindern Hoffnungen geweckt»

Guido Fluri, Urheber der Wiedergutmachungsinitiative, spürt Erwartungsdruck von Heimkindern und anderen Opfern fürsorgerischer Zwangsmassnahmen.

Mit Guido Fluri sprachen Anja Burri und Simone Rau
«Nachts um drei Uhr erwachte ich schweissgebadet und sagte mir: Jetzt muss eine Initiative her.» Foto: Tom Kawara
«Nachts um drei Uhr erwachte ich schweissgebadet und sagte mir: Jetzt muss eine Initiative her.» Foto: Tom Kawara

Ihre Volksinitiative fordert die Wiedergutmachung des Unrechts, das die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen erlitten haben. Was macht Sie so sicher, dass man etwa eine Zwangssterilisation je wiedergutmachen kann?

Wiedergutmachung heisst für die Opfer nicht, dass ihre Misshandlungen von einem Tag auf den anderen verschwinden. Es geht vielmehr um die Anerkennung des Unrechts, das Zehntausenden Menschen bis 1981 angetan wurde. Diese Anerkennung mittels Solidaritätsbei­trägen – das ist die lang ersehnte Wiedergutmachung. Ich erwarte, dass der Nationalrat nächste Woche ein solches Zeichen setzt und sich deutlich für die Initiative oder den indirekten Gegenvorschlag des Bundesrats ausspricht.

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