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«Ich habe mich selber rehabilitiert»

Uschi Waser wurde ihrer jenischen Mutter weggenommen und verbrachte die Kindheit in 23 Heimen. Doch das Schlimmste kam später: Die Einsicht in ihre eigene Akte.

«So weit waren wir noch nie»: Uschi Waser vor ihrem Haus in Holderbank. Foto: Reto Oeschger
«So weit waren wir noch nie»: Uschi Waser vor ihrem Haus in Holderbank. Foto: Reto Oeschger

Sie wartet am Bahnhof Brugg mit einem hellblauen Sportwägeli, wie sie im Voraus angekündigt hat. Ein Cabriolet, das sie sich mithilfe ihres Mannes gekauft hatte. Ihr zweiter Mann, den sie vor 15 Jahren heiratete, sei ein wahrer Goldschatz, sagt sie.

Man mag es ihr gönnen. Erst recht nach einem Blick in ihren Lebenslauf auf ihrer Website. Dort dokumentiert Uschi Waser, wie es ihr als Betroffene des «Hilfswerks für die Kinder der Landstrasse» ergangen ist. Unter der Schirmherrschaft der Pro Juventute nahm die Organisation zwischen 1926 und 1973 rund 600 jenische Kinder ihren Familien weg und platzierte sie in Heimen oder bei Pflegefamilien.

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