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«Ich lasse meine Passwörter von Hilfsprogrammen erstellen»

Der deutsche Geheimdienst fängt massenweise Mails ab, auch solche aus der Schweiz. Laut den IT-Sicherheitsexperten Peter Heinzmann und Christian Birchler ist die Gegenwehr schwierig.

«Sobald grössere Mengen an Daten und Personen geschützt werden müssen, wird es schwierig»: Bürogebäude des Bundesnachrichtendienstes in Berlin.
«Sobald grössere Mengen an Daten und Personen geschützt werden müssen, wird es schwierig»: Bürogebäude des Bundesnachrichtendienstes in Berlin.
Sören Stache, Keystone
Aktivisten protestieren Ende Juli 2013 gegen das neue Hauptquartier des BND in Berlin.
Aktivisten protestieren Ende Juli 2013 gegen das neue Hauptquartier des BND in Berlin.
Daniel Reinhardt, Keystone
«Wenn jemand mit genug Geld wissen will, was jemand den ganzen Tag macht, dann kann er das herausfinden», sagt IT-Sicherheitsexperte Peter Heinzmann.
«Wenn jemand mit genug Geld wissen will, was jemand den ganzen Tag macht, dann kann er das herausfinden», sagt IT-Sicherheitsexperte Peter Heinzmann.
Sören Stache, Keystone
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Der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) fängt laut einem Bericht der «SonntagsZeitung» 20 Prozent des Internetverkehrs ab. Auch die Schweiz ist betroffen, da der BND den Internetknoten in Frankfurt anzapft, der einer der grössten der Welt ist. Können Firmen wie Swisscom oder Sunrise diesen Knotenpunkt nicht umgehen?

Heinzmann: Die Swisscom kann den Weg einer Nachricht vom Swisscom-Netz zu einem anderen Netz weitgehend festlegen. Sie könnte Knotenpunkte wie jenen in Frankfurt theoretisch umschiffen, in der Praxis ist das aber nicht umsetzbar. Erstens gibt es diverse andere Knotenpunkte, die man auch nicht unter Kontrolle hat. Zweitens sind diese Punkte dynamisch und können sich ändern. Und drittens kann man den Rückweg einer Nachricht noch weniger kontrollieren als den Hinweg.

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