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«Ich goutiere nicht, wie öffentlich Druck gemacht wird»

Herr Bundesrat, Sie haben Schweizer Firmen acht Tage lang durch Zentralasien ­geführt. Im Fokus war dabei die neue Seidenstrasse. Ist sie mehr als eine schöne Utopie?

Hat Sie die Entschlossenheit, mit der die neue Seidenstrasse vorangetrieben wird, ­überrascht?

China kontrolliert einen ­Grossteil der Infrastruktur, die zwischen Peking und Istanbul gebaut wird. Das könnte das geopolitische Gefüge in der Region destabilisieren.

Die Schweiz unterstützt die chinesische Entwicklungsbank AIIB, die viele Projekte bezahlt. Macht sie sich damit nicht zur Steigbügelhalterin eines ­chinesischen Imperialismus?

In Usbekistan gerieten wir über Mittag in einen Stau. Das zeigt, dass die Leute beschäftigt sind.

Sie haben Aserbeidschan, Kasachstan, Usbekistan und Kirgistan besucht. Wie ­gross ist das Potenzial dieser Region für Schweizer Firmen?

Woran machen Sie das fest?

Aserbeidschan, Kasachstan und Usbekistan sind autoritäre Staaten. Haben Sie mit ihren Vertretern über Menschenrechte und internationale Verpflichtungen gesprochen?

Als Businessmann weiss Trump, dass er irgendetwas tun muss. Dass er den Mut dazu hat, das respektiere ich.

2016 spielten Sie für Schweizer Unternehmen den Türöffner im Iran. Damals herrschte ­Aufbruchstimmung. Nun zwingt Donald Trump die Firmen zum Rückzug. Waren Ihre Bemühungen umsonst?

Sie sind nicht empört über das Vorgehen des US-Präsidenten?

Ist es nicht stossend, dass Schweizer Unternehmer dieser Willkür ausgesetzt sind?

In der Schweiz wartet eine schwierige Aufgabe auf Sie. Im Streit um die 8-Tage-Regel müssen Sie einen Kompromiss finden. Sonst gibt es kein Rahmenabkommen mit der EU. Haben Sie Ihre Sommerferien schon abgesagt?

Es gibt einen Herrn, der auf eine leicht törichte Art versucht, mich öffentlich zu denunzieren.

Die Linke wirft Ihnen vor, Sie wollten gemeinsam mit Ignazio Cassis den Lohnschutz aufweichen.

Der Vorwurf kommt immerhin von Paul Rechsteiner, dem obersten Gewerkschafter des Landes.

Rechsteiner hat Ihnen sogar Nachhilfe angeboten.

Wollen Sie den Lohnschutz abschwächen?

Die EU stört sich an der ­Anmeldefrist, die EU-Firmen einhalten müssen, wenn sie in der Schweiz arbeiten. Haben Sie hier schon eine Lösung?

Oder könnte der Bund den Kantonen zusätzliche Kontrolleure bezahlen?

Nur weil die eine Seite sich etwas zu ungenau geäussert hat, sollte die andere Seite nicht gleich das Kind mit dem Bade ausschütten.

Sie sprechen Ignazio Cassis an. Er hat Ihnen diesen Streit eingebrockt ...

Warum glauben Sie, dass Sie helfen können?