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«Ich wurde förmlich erschlagen»

Die Asylbeschlüsse des Nationalrats seien «eine Schande», schrieb Lukas Bärfuss. Tausende Leser von Redaktion Tamedia stimmten ihm zu. Doch auch die federführenden Politiker erhalten von der Basis viel Lob.

«Eine Schande»: Lukas Bärfuss, Zürcher Schriftsteller und Theaterautor, kritisierte am 15. Juni 2012 im «Tages-Anzeiger» die Asylverschärfungen des Nationalrats vom Vortag.
«Eine Schande»: Lukas Bärfuss, Zürcher Schriftsteller und Theaterautor, kritisierte am 15. Juni 2012 im «Tages-Anzeiger» die Asylverschärfungen des Nationalrats vom Vortag.
Waler Bieri, Keystone
«Echte Flüchtlinge schützen»: Ruth Humbel, Aargauer CVP-Nationalrätin, Sprecherin der Staatspolitischen Kommission.
«Echte Flüchtlinge schützen»: Ruth Humbel, Aargauer CVP-Nationalrätin, Sprecherin der Staatspolitischen Kommission.
Lukas Lehmann, Keystone
Verschärfung: Rumänischer Vater mit seinem Sohn in einem Aufnahmezentrum in Renens, nahe Lausanne (aufgenommen am 24. September 2002). Wenn es nach dem Nationalrat geht, erhalten Asylbewerber künftig nur noch Nothilfe.
Verschärfung: Rumänischer Vater mit seinem Sohn in einem Aufnahmezentrum in Renens, nahe Lausanne (aufgenommen am 24. September 2002). Wenn es nach dem Nationalrat geht, erhalten Asylbewerber künftig nur noch Nothilfe.
Fabrice Coffrini, Keystone
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Die Tonlage war scharf, die Wirkung wuchtig. Lukas Bärfuss, Dramatiker und Schriftsteller, reagierte vergangene Woche im Tages-Anzeiger auf die Nationalratsbeschlüsse zum Asylwesen und bezeichnete sie schlicht als «Akt politischer Feigheit des Schweizer Parlaments». Dass Asylbewerber künftig statt Sozialhilfe nur noch Nothilfe erhalten sollen, sei «eine Schande». Dass Kriegsdienstverweigerung kein Asylgrund mehr sei und dass Botschaftsasyl aufgehoben würde, stelle de facto die Abschaffung des Asylrechts dar.

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