Zahl der illegalen Grenzübertritte im Tessin sinkt stark

An der Südgrenze griffen die Behörden in der letzten Woche fast 400 Flüchtlinge weniger auf als eine Woche davor. Die meisten Aufgegriffenen werden rasch nach Italien zurückgeschickt.

Das Tessin eröffnet Ende August ein Zentrum für Flüchtlinge, die in der Schweiz kein Asylgesuch stellen und deshalb nach Italien zurückgeschickt werden: Soldaten bei Aufbauarbeiten für das Zentrum in Rancate TI. (16. August 2016)

Das Tessin eröffnet Ende August ein Zentrum für Flüchtlinge, die in der Schweiz kein Asylgesuch stellen und deshalb nach Italien zurückgeschickt werden: Soldaten bei Aufbauarbeiten für das Zentrum in Rancate TI. (16. August 2016) Bild: Ti-Press/Francesca Agosta/Keystone

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Die Zahl der Menschen, die illegal ins Tessin einreisen, ist zurückgegangen. Die Grenzwächter griffen in der dritten August-Woche 1386 Personen auf, fast 400 weniger als in der Vorwoche.

Erneut wurden viele der Aufgegriffenen nach Italien zurückgeschickt. Das Grenzwachtkorps (GWK) verzeichnete in der dritten August-Woche 947 Wegweisungen und Rücküberstellungen, wie aus den heute veröffentlichten provisorischen Zahlen hervorgeht.

In der Grenzregion V, die das Wallis und die Waadt umfasst, wurden 146 illegale Grenzübertritte gezählt. Das sind ebenfalls weniger als in der Vorwoche. In 143 Fällen wurde eine Wegweisung oder eine Rücküberstellung verfügt. In den übrigen Grenzkantonen wurden kaum illegale Aufenthalter aufgegriffen.

Vorwürfe der Flüchtlingshilfe

Die hohe Zahl an Wegweisungen an der Südgrenze und die im italienischen Como festsitzenden Migranten hatten in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen gesorgt. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) hatte kritisiert, Schutzsuchende würden nicht korrekt informiert. Vielfach sei den Personen bei Grenzübertritt nicht klar, wann sie ein Asylgesuch stellen könnten und wie der Ablauf genau vor sich gehe.

Das Grenzwachtkorps versicherte vergangene Woche, es handle gesetzeskonform. Wenn eine Person zu erkennen gebe, dass sie in der Schweiz um Schutz ersuche, habe sie Zugang zum Schweizer Asylsystem. Weggewiesen werde, wer kein Asylgesuch stelle oder nur durch die Schweiz reisen wolle. (rub/sda)

Erstellt: 22.08.2016, 14:47 Uhr

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