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In der Drogenpolitik braucht es Pragmatismus

Ein vernünftiger gesellschaftlicher Umgang mit Drogen ist nur ohne ideologische Scheuklappen möglich.

Bis vor wenigen Jahren waren die Kiffer im Land Selbstversorger, bezogen ihr Gras von einem lokalen Produzenten oder als Duftsäcklein in Hanfshops. Die Behörden tolerierten das bis Mitte der Nullerjahre. Nachdem die eidgenössische Drogenkommission festgehalten hatte, dass Cannabis zwar gewisse Risiken birgt, bei vernünftigem Genusskonsum aber nicht gefährlicher ist als Alkohol, erwartete man eine baldige Legalisierung. Doch sie kam nicht.

Im Jahr 2004 scheiterte die entsprechende Revision des ­Betäubungsmittelgesetzes, und weitere Bestrebungen zur Legalisierung blieben erfolglos. Und während Befürworter und Gegner einer Liberalisierung stritten, übernahmen organisierte Banden das Geschäft.

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