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In Luzern und Schwyz fürchtet die CVP, als neue SP zu gelten

Die offene Kritik aus der Innerschweiz an der Asylpolitik des Bundes wurde von CVP-Vertretern lanciert. Das ist kein Zufall.

Als Touristen sind Ausländer in Luzern sehr willkommen. Foto: Dominique Meienberg
Als Touristen sind Ausländer in Luzern sehr willkommen. Foto: Dominique Meienberg

Zwei Kantone haben gestern landesweit Schlagzeilen gemacht. Die Luzerner Regierung forderte den Bund auf, Asylsuchende aus Eritrea nicht mehr als Flüchtlinge anzuerkennen. In Schwyz verlangten zwei Regierungsräte ebenfalls eine verschärfte Asylpraxis. Dass Luzern und Schwyz vorpreschten, ist kein Zufall. Es handelt sich um zwei konservative Zentralschweizer Kantone, in denen die CVP von der SVP seit Jahren unter Druck gesetzt wird. In Schwyz hat die SVP die CVP längst als grösste Partei abgelöst und stellt drei von sieben Regierungsräten. Die SP verlor ihren Sitz 2012 an die SVP. In Luzern flog die SP im Mai aus der fünfköpfigen Regierung, dafür zog wiederum die SVP ein. Da beide Kantone rein bürgerlich regiert werden, fällt es der CVP als Mittepartei zu, sich in der Regierung für Anliegen der sozialen Verantwortung einzusetzen.

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