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In welchem Kanton am meisten Geld im Portemonnaie bleibt

Wie viel Geld haben die Schweizer netto zur Verfügung? Die Unterschiede sind je nach Wohnort gross, wie ein Vergleich zeigt.

Das Marktforschungsinstitut GFK schätzt die durchschnittliche Kaufkraft pro Einwohner in der Schweiz auf gut 47’500 Franken. Damit meint es das verfügbare Nettoeinkommen einer Person inklusive staatlicher Leistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten nach Abzug der Steuern. Wie ein neuer GFK-Vergleich zeigt, sind die kantonalen Unterschiede allerdings gross: Zwischen 38’000 und 70’000 Franken haben die Schweizer je nach Wohnort im Portemonnaie.

Die höchste Kaufkraft weist Zug auf: Durchschnittlich 70’500 Franken haben die Bewohner des Kantons zur Verfügung und damit fast das Eineinhalbfache des Schweizer Durchschnitts. In den Tiefsteuerkantonen Schwyz und Nidwalden ist das verfügbare Nettoeinkommen mit jeweils über 63’000 Franken pro Kopf ebenfalls hoch. Wegen der relativ geringen Einwohnerzahl entspricht die Kaufkraftsumme dieser drei Kantone zusammen jedoch nur rund 5 Prozent derjenigen der gesamten Schweiz.

Der einwohnerstärkste Kanton Zürich – rund 18 Prozent aller Einwohner der Schweiz leben dort – verfügt mit über 80 Milliarden Franken dagegen über knapp 20 Prozent der gesamten Schweizer Kaufkraft: Mit einem ebenfalls hohen Pro-Kopf-Durchschnitt landet Zürich im landesweiten Ranking auf Platz vier vor Genf. Am tiefsten ist die Kaufkraft mit 38’763 Franken im Kanton Jura.

Auf Bezirksebene sieht es ähnlich aus: Die Spitzenplätze belegen ausser den Kantonen Zug und Nidwalden (die keine Einteilung in Bezirke kennen) ausschliesslich Bezirke aus den Kantonen Schwyz und Zürich.

Wer im Schwyzer Bezirk Höfe mit seinen Steueroasen wie Freienbach, Feusisberg oder Wollerau lebt, hat mehr als doppelt so viel Geld im Portemonnaie wie der Durchschnittsschweizer. Die durchschnittliche Kaufkraft pro Kopf beträgt dort über 100’000 Franken. Im Zürcher Bezirk Meilen an der Goldküste sind es immerhin rund 72’000 Franken und damit am zweitmeisten. Mit Küssnacht, March und Einsiedeln sind drei weitere Bezirke aus dem Kanton Schwyz in den Top 10 vertreten.

Erst auf den Rängen acht und neun folgen mit dem District de Nyon und dem District de Lavaux-Oron die ersten Regionen der französischsprachigen Schweiz. Landesweit am tiefsten ist die Kaufkraft in den Bezirken Entlebuch (LU) und Toggenburg (SG).

Was sich ein Einwohner des Bezirks Höfe mit den über 100’000 Franken real leisten kann, ist aus der GFK-Studie allerdings nicht ersichtlich. Denn die Kaufkraft wird hier allein vom Einkommen her betrachtet. Die Ausgaben für Lebenshaltungskosten, Versicherungen, Miete und Nebenkosten wie Gas oder Strom, Bekleidung oder das Sparen sind noch nicht vom verfügbaren Nettoeinkommen abgezogen.

* mit Material der SDA

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