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Islamischer Zentralrat setzt sich provokativ in Szene

Wegen eines Jihadisten-Interviews gab ein Dokumentarfilm des IZRS bereits im Vorfeld zu reden. Nun soll er ausgerechnet in Winterthur Premiere feiern.

Schillernde Figur: Nicolas Blancho, Präsident des Islamischen Zentralrats Schweiz (IZRS). (Archivbild 2013)
Schillernde Figur: Nicolas Blancho, Präsident des Islamischen Zentralrats Schweiz (IZRS). (Archivbild 2013)
Martial Trezzini, Keystone

Der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) hat Winterthur als Premierenort für einen umstrittenen Dokumentarfilm gewählt. Auf gestern Samstag lud der IZRS ins Hotel Römertor zu einer Vorführung des Streifens, den ein Vorstandsmitglied in Syrien gedreht hatte.

Zu reden gegeben hatte ein vorab veröffentlichtes Interview aus dem Film mit einem Jihadisten, der Verbindungen zur Terrororganisation al-Qaida haben soll. Nach den Schlagzeilen um Jihad-Reisende aus Winterthur und die örtliche An'Nur-Moschee wirkt die IZRS-Filmpremiere wie eine Provokation. Zentralrats-Sprecher Qaasim Illi sagte in der «NZZ am Sonntag», dem IZRS liege es fern, bei diesem Thema mit dem Feuer zu spielen. Für Winterthur habe man sich entschieden, «weil dort der Kampf gegen die IS-Ideologie mit besonderem Nachdruck geführt werden muss».

Im Hotel Römertor war der Saal für das Vorführen einer Reisedokumentation gebucht worden, wie die Betreiber sagen. Das sei bereits vor den Anschlägen von Paris geschehen.

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