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Israelischer Botschafter protestiert im Aussendepartement

Der Bund unterstützt eine Ausstellung der armeekritischen israelischen Veteranenorganisation Breaking the Silence finanziell. Dies führt zu einer offiziellen Demarche aus Israel.

Yigal Caspi wehrt sich gegen die negative Darstellugn Israels. Foto: Esther Michel
Yigal Caspi wehrt sich gegen die negative Darstellugn Israels. Foto: Esther Michel

Regierungskritische israelische Soldaten und Reservisten haben 2004 die Organisation Breaking the Silence (BTS) gegründet. Ihr Ziel ist es, die israelische Öffentlichkeit über Kriegseinsätze Israels und den Alltag in den palästinensischen Gebieten aufzuklären. Ende Mai präsentierte die Veteranenorganisation ihren Bericht zum Gazakrieg 2014. Über 60 Militärangehörige unterschiedlicher Dienstgrade haben sich geäussert – anonym. Ihre Aussagen sollten belegen, wie menschenverachtend Israel gegen die Palästinenser kämpft. «Überall, wo keiner unserer Soldaten ist, darf geschossen werden», wird ein Militärangehöriger zitiert. Ort und Zeit der geschilderten Ereignisse können jedoch nicht überprüft werden. BTS polarisiert denn auch in der israelischen Bevölkerung: Linksgerichtete Israeli befürworten die Wächterfunktion der Organisation, während sich bei der Mehrheit das Verständnis für diese Form der Kritik an der eigenen Armee in Grenzen hält.

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