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«Ist Kritik an Israel nicht erlaubt, Herr Botschafter?»

Yigal Caspi ist der neue Botschafter von Israel in Bern. Im ersten Zeitungsinterview sagt er, wie er die Diskussion um das Beschneidungsverbot erlebt und was er von den Kritikern Israels hält.

Yigal Caspi: «Als Botschafter will man immer die Beziehungen zum Gastland verbessern.»
Yigal Caspi: «Als Botschafter will man immer die Beziehungen zum Gastland verbessern.»
Andreas Blatter

Herr Botschafter, um Sie zu interviewen, muss man strenge Sicherheitsvorkehrungen über sich ergehen lassen. Ist das in der Schweiz wirklich nötig? Yigal Caspi: Wir haben keine Angst vor Ihnen oder vor den Schweizern. Wir machen uns vielmehr Sorgen darüber, dass Terroristen die Friedfertigkeit und Gastfreundschaft der Schweizer ausnützen, um israelische Ziele anzugreifen. Für die Sicherheitsvorkehrungen sind die Schweizer Behörden zuständig. Die Sicherheitsvorschriften gelten für israelische Botschaften übrigens nicht nur in der Schweiz, sondern überall. Seit der Gründung des Staates Israel haben Terroristen immer wieder versucht, israelische Diplomaten zu töten. Manchmal ist ihnen das leider auch gelungen.

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