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Italien behindert die Rückführung von Asylbewerbern

Dank des Dublinabkommens konnte der Bund 2011 mehr Asylbewerber ausweisen als noch im Vorjahr. Trotzdem häufen sich die Pendenzen, weil Italien die Zahl der Rückführungen begrenzt.

Die Zahl der Gesuche hat zugenommen: Ein Schweizer Polizist kontrolliert am Bahnhof Chiasso einen Asylbewerber.
Die Zahl der Gesuche hat zugenommen: Ein Schweizer Polizist kontrolliert am Bahnhof Chiasso einen Asylbewerber.
Keystone

Die Zahl der Asylgesuche hat 2011 massiv zugenommen und war so hoch wie seit 2002 nicht mehr. Der starke Anstieg sei auf den arabischen Frühling und die seit März offenen Migrationsrouten von Tunesien und Libyen nach Süditalien zurückzuführen, erklärte das Bundesamt für Migration (BFM). Positiv vermerkte das Amt, dass die Schweiz gegenüber dem Vorjahr wesentlich mehr Asylsuchende habe zurückführen können, die bereits in einem andern Land einen Asylantrag gestellt hätten. Die Zahl dieser Rückführungen gemäss Abkommen von Dublin sei von 2722 auf 3621 gestiegen.

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