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IV-Bezüger finden kaum mehr Arbeit

Kosten senken durch Integration in den Arbeitsmarkt: Dieses Ziel der IV-Revision ist bislang gescheitert. Die Politik habe das Potenzial «überschätzt», sagt ein Bericht des Bundes.

Spezielle Programme helfen bei der Eingliederung. Foto: Gaetan Bally (Keystone)
Spezielle Programme helfen bei der Eingliederung. Foto: Gaetan Bally (Keystone)

Unter dem Eindruck jahrelanger Defizitwirtschaft und Milliardenschulden setzten Bundesrat und Parlament der Invalidenversicherung (IV) 2010 ein ambitiöses Ziel: Bis 2017 sollte sie 12'500 Vollrenten einsparen – das entspricht 5 Prozent aller Renten. Dazu müssen Voll- oder Teilrenten von rund 17'000 IV-Bezügern aufgehoben oder reduziert werden. Nachdem nun die kantonalen IV-Stellen den grössten Teil aller Rentendossiers überprüft haben, liegt jedoch eine ernüchternde Evaluation jener Gesetzesrevision vor, mit der die IV den Prüfungsauftrag sowie zusätzliche Instrumente zur Wiedereingliederung erhielt. Eine grosse Mehrheit der IV-Stellen beklagt in dem vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) bestellten Bericht, «dass die sehr aufwendige Umsetzung in keinem Verhältnis zur Anzahl der erfolgreich im ersten Arbeitsmarkt platzierten Personen stehe». «Politik und Verwaltung haben das Potenzial für Rentenreduktionen durch Wieder­eingliederung enorm überschätzt.»

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