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Jeder 5. Asylsuchende ist Afghane

Die Asylgesuche von Flüchtlingen aus Afghanistan haben sich 2015 verzehnfacht. Laut Staatssekretariat für Migration haben nur wenige Anspruch auf Asyl.

Ein Angehöriger des Grenzwachtkorps führt angekommene Migranten am Bahnhof Chiasso zur Zollkontrolle. Foto: Pablo Gianiazzi (TI-Press, Keystone)
Ein Angehöriger des Grenzwachtkorps führt angekommene Migranten am Bahnhof Chiasso zur Zollkontrolle. Foto: Pablo Gianiazzi (TI-Press, Keystone)

Alle reden zurzeit von den Kriegsvertriebenen aus Syrien, die seit Mitte 2015 zu Hunderttausenden nach Europa flüchten. Doch auf der Fluchtroute über den Balkan kommen auch immer mehr Menschen aus Afghanistan nach West- und Nordeuropa. In der Schweiz stellen die Afghanen mittlerweile die zweitgrösste Gruppe unter den Asylbewerbern, wie die gestern veröffentlichte Asylstatistik des Staatssekretariats für Migration (SEM) zeigt. 2015 reichten 7831 Menschen aus Afghanistan ein Asylgesuch in der Schweiz ein, 2014 waren es noch zehnmal weniger gewesen, nämlich 747 afghanische Gesuchsteller. Am meisten Gesuche registrierte das SEM letztes Jahr wiederum von Menschen aus Eritrea: 2015 waren es fast 10'000 gegenüber noch rund 7000 im Vorjahr. Insgesamt stellten 2015 fast 40'000 Menschen in der Schweiz ein Asylgesuch, die höchste Zahl seit dem Kosovokrieg. 1999 waren 47'500 Gesuche eingegangen.

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