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Jeder Steuerabzug hat seine Lobby

Der Staat kann seine Bürger über Steuervergünstigungen diskret und einigermassen wirkungsvoll steuern. Bald sind es aber so viele, dass sie sich gegenseitig neutralisieren – und den Staat Milliarden kosten.

Am liebsten profilieren sich die Politiker zurzeit mit Steuervergünstigungen für Familien: Ein Plakat wirbt für die Familien-Initiative der SVP.
Am liebsten profilieren sich die Politiker zurzeit mit Steuervergünstigungen für Familien: Ein Plakat wirbt für die Familien-Initiative der SVP.
Keystone

Bisher schien klar: Der Staat soll den Frauen den Weg ins Erwerbsleben ebnen; die Wirtschaft braucht Arbeitskräfte, der Staat Steuereinnahmen. Da Mütter aber kaum eine Arbeit annehmen, wenn sie ihren Lohn wieder für die Kinderbetreuung ausgeben müssen, dürfen sie zum Beispiel bei der direkten Bundessteuer bis zu 10'100 Franken pro Kind in Abzug bringen. Nun aber will die SVP mit ihrer Familieninitiative auch den Weg zurück an den Herd attraktiver machen; Familien, die ihre Kinder selber versorgen, sollen Betreuungskosten geltend machen dürfen, die gar nicht angefallen sind. Die Initiative kommt am 24. November zur Abstimmung.

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