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Jeder vierte Lehrling leistet unbezahlte Überstunden

Wenige Kontrollen, Wochenendarbeit und Überzeit: Eine neue Lehrlingsbefragung der Gewerkschaft Unia zeigt, wo die jungen Arbeitskräfte der Schuh drückt.

Lange standen Lehrlinge im Fokus der Öffentlichkeit, wenn es um fehlende Ausbildungsplätze ging. In den letzten Jahren hat sich die Situation entspannt – daher bleibt den Gewerkschaften nun mehr Luft, um die Arbeitsbedingungen der jungen Erwachsenen zu thematisieren. Und die sind offenbar häufig nicht zufriedenstellend, wie eine neue Unia-Studie nahelegt. Heute wird der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) unter anderem aufgrund dieser Lehrlingsbefragung eine Petition lancieren, die eine Behebung der Missstände fordert.

Überstunden, Lohn, Ferien und Kontrollen: Die rund 1500 befragten Auszubildenden geben in der Studie zu verschiedenen Aspekten ihres Arbeitsalltags Auskunft. Auffallend ist dabei die Überzeit, die über die Hälfte von ihnen (55 Prozent) leisten muss. Nur 44 Prozent geben an, nie länger als neun Stunden bei der Arbeit bleiben zu müssen. Bei 21 Prozent kommt dies monatlich einmal, bei 17 Prozent mehrmals pro Monat und bei weiteren 17 Prozent gar wöchentlich vor (vgl. Grafik 1 in der Bildstrecke).

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