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«Jedes Land meint doch, es habe die beste Sicherheitskultur»

Was die Flugzeugabsturzsicherheit von Schweizer Atomkraftwerken anbelangt, ist die Schweiz voraus, sagt Bundesrätin Doris Leuthard. AKW-Kritiker Leo Scherer ist weniger zuversichtlich.

Das Absturzszenario wurde vor Jahren von der SP thematisiert: Wahlkampf-Plakat 2007 der Sozialdemokraten.
Das Absturzszenario wurde vor Jahren von der SP thematisiert: Wahlkampf-Plakat 2007 der Sozialdemokraten.

Gut 41 Jahre ist es nun her, dass beim Absturz einer Coronado der Swissair bei Würenlingen alle 47 Insassen sowie die Besatzung ums Leben kamen. Der Einschlag erfolgte in unmittelbarer Nähe des AKW Beznau, das ein Jahr zuvor den ersten Reaktorblock in Betrieb genommen hatte. Dass man mit der Möglichkeit eines Flugzeugabsturzes auf ein Atomkraftwerk rechnen musste, war bei der Planung von Beznau noch nicht berücksichtigt worden. «Für die älteren schweizerischen Kernkraftwerke Beznau und Mühleberg bestand bei ihrer Erstellung keine Auslegungsanforderung bezüglich eines Flugzeugabsturzes», schrieb 2003 die damalige Hauptabteilung für die Sicherheit der Nuklearanlage (HSK), die Vorgängerbehörde des heutigen eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (Ensi), in einem Bericht.

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