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Jedes zweite Poulet mit Bakterien verseucht

Die neusten Zahlen des Bundes zeigen: Die Menge der Poulets mit Antibiotika-resistenten Keimen ist sprunghaft angestiegen.

Fleisch aus dem In- und Ausland wurde untersucht: Poulet am «Fete du poulet» in Sierre. (23. August 2008)
Fleisch aus dem In- und Ausland wurde untersucht: Poulet am «Fete du poulet» in Sierre. (23. August 2008)
Jean-Christophe Bott, Keystone

Im Auftrag des Bundes wurde Importware und Fleisch aus Schweizer Zucht auf multiresistente Keime untersucht. Bei 41 Prozent der Mastpoulets und 73 Prozent der Fleischproben wiesen die Forscher gefährliche Darmbakterien vom Typ E.coli nach. Bei gesundheitlich angeschlagenen Menschen kann das Bakterium schwere Magen-Darm-Erkrankungen verursachen.

«Der langjährige Trend zeigt eine Zunahme der multiresistenten Keime bei Mastpoulets und Pouletfleisch», sagt Gudrun Overesch (53) von der Uni Bern gegenüber «SonntagsBlick». Sie war bei der Untersuchung federführend und veröffentlichte die neuesten Zahlen vor zwei Wochen.

Mehr Transparenz gefordert

Konsumentenschützerin Sara Stalder (48) fordert nun im aktuellen «SonntagsBlick» strengere Regeln für die Abgabe von Antibiotika an die Tiermäster: «Tierärzte müssten sich bei der Abgabe von Antibiotika an eng gesetzte Regeln halten. Zudem müsste transparenter sein, wo in der Schweiz wie viele Antibiotika in der Mast eingesetzt werden.»

Fachleute raten, Küchenuntensilien und Hände nach dem Verarbeiten von Fleisch gründlich zu waschen und das Poulet gut durchzubraten.

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