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«Jemandem zu sagen, er solle sich ficken, ist ziemlich schlimm»

Sittenwidrig, anstössig? Fuck ist nicht gleich Fuck.

Frau Stark, das Bundesverwaltungsgericht findet das Wort «fuck» sittenwidrig und verbietet einer Firma, ihren Namen ins Markenregister einzutragen. Hat sich «fuck» nicht schon längst in unserem Sprachgebrauch etabliert?

Tatsächlich?

Aber es bedeutet doch nicht das Gleiche wie das englische «fuck», das ein allgemeines Schimpfwort ist.

In Deutschland und Liechtenstein konnten sich die Betreiber von Mindfuck ins Register eintragen lassen. Sind wir Schweizer besonders heikel?

Ist es denn überhaupt die Aufgabe eines Bundesverwaltungsgerichts, über die richtige Anwendung von Sprache zu urteilen?

Wie hätten Sie denn entschieden?

Ist es nicht ein ehrenwerter Versuch des Gerichts, unsere Sprache von der Anglisierung zu retten?

Sie haben in einer grossen Studie das SMS-Schreiben von jungen Menschen untersucht – wie lange geht es, bis sich ein neuer Begriff etabliert hat?

Welcher Trend ist eigentlich der stärkere: jener zum Englischen oder jener zur Mundart?

Und das macht die normale Sprache nicht kaputt?