Zum Hauptinhalt springen

Jetzt rauf mit den Unigebühren

Bundeshausredaktor Markus Häfliger über die Bildungsausgaben des Bundes.

Ja, gut ausgebildete Menschen sind der wertvollste Rohstoff in unserem rohstoffarmen Land. Ja, die Schweiz muss für Ausbildung und Forschung viel Geld in die Hand nehmen, wenn sie im globalen Wettbewerb bestehen will. Ja, einige Hochschulen wüssten durchaus Sinnvolles damit anzufangen, wenn sie mehr Geld bekämen. Doch Nein, all diese Argumente bedeuten nicht, dass der Nationalrat den 26 Milliarden Franken schweren 4-Jahres-Kredit für Bildung, Forschung und Innovation um weitere 934 Millionen hätte aufstocken sollen – auch wenn seine Bildungskommission das gefordert hatte.

Dass die Hochschul- und Forschergemeinde mehr Geld wünscht, ist normal – so normal wie der Ruf nach mehr Geld, der von den Bauern, den Kulturschaffenden oder der Strassenlobby kommt. Die Aufgabe eines Parlaments ist es, ob all dieser Ansprüche das grosse Ganze nicht aus den Augen zu verlieren. Obwohl der Bundesrat im Mai ein Stabilisierungsprogramm präsentiert hat, wird noch dieses Jahr ein ­weiteres Sparpaket fällig. Es macht keinen Sinn, jetzt höhere Bildungskredite zu bewilligen, um sie kurz darauf wieder zu kürzen. Auch so wachsen die Ausgaben im Bildungssektor weiterhin um 2 Prozent pro Jahr. Das ist weniger als ursprünglich angepeilt, aber immer noch respektabel. Auch bei der Bildung heisst mehr Geld nicht automatisch mehr Qualität.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.