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Jüdischer Verband empört über Blocher-Interview

Der Partei-Chefstratege der SVP habe in einem Interview «die Judenverfolgung banalisiert».

pat
Mangelndes Geschichtsverständnis? Alt-Bundesrat Christoph Blocher an einer Podiumsdiskussion an der Universität Zürich. (15. April 2015)
Mangelndes Geschichtsverständnis? Alt-Bundesrat Christoph Blocher an einer Podiumsdiskussion an der Universität Zürich. (15. April 2015)
Walter Bieri, Keystone

Eigentlich wollte der Interviewer der «Zürichsee-Zeitung» von alt-Bundesrat Christoph Blocher nur wissen, weshalb er als neuer Partei-Chefstratege für weniger Initiativen von Seiten der SVP plädiert.

Darauf antwortete Blocher: «Wenn alle Medien und die übrigen Parteien nur noch das Ziel haben, die SVP zu verleumden, zu diskriminieren und niederzumachen – in erster Linie aus Neid und Missgunst –, stimmt man nicht mehr über Sachfragen ab.»

«Blocher banalisiert die Judenverfolgung»

Und doppelt nach: «Hierhin hat der Abstimmungskampf über die Durchsetzungsinitiative einen nie gekannten Höhepunkt erreicht. Der Kampf gegen die SVP vonseiten der Staatsmedien und von ‹Blick› bis zur ‹NZZ› hat mich in ihrer Radikalität an die Methoden der Nationalsozialisten den Juden gegenüber erinnert.»

Der Israelitische Gemeindebund zeigt sich entrüstet: «Leider werden solcherlei Vergleiche, die die nationalsozialistische Judenverfolgung banalisieren, immer wieder geäussert», sagt Generalsekretär Jonathan Kreutner zu «Blick Online». Das zeuge von keinem grossen Geschichtsverständnis. Während des Holocaust wurden unter Hitler sechs Millionen Juden umgebracht.

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