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Jugendliche steigen wegen Handy vom Velo aufs Tram um

SMS schreiben und Facebook-Status aktualisieren: Weil sie auf dem Fahrrad schlecht erreichbar sind, nutzen 6- bis 17-Jährige immer häufiger die öffentlichen Verkehrsmittel.

Velofahren ist bei Teenagern uncool: Eine junge Frau fährt auf dem Seilergraben in Zürich Richtung Central. (März 2013)
Velofahren ist bei Teenagern uncool: Eine junge Frau fährt auf dem Seilergraben in Zürich Richtung Central. (März 2013)
Keystone

Kinder und Jugendliche fahren kaum mehr Velo. In den letzten 20 Jahren hat sich die Velo-Nutzung der 6- bis 17-Jährigen halbiert. Dies zeigen die Zahlen des Mikrozensus Verkehr von 1994 bis 2010.

Die junge Generation steigt auf den öffentlichen Verkehr um. Dies ist eine erste Erkenntnis aus einer noch laufenden Studie des Kantons Basel-Stadt und des Bundesamts für Strassen, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt.

Velofahren ist uncool

Laut dem baselstädtischen Amt für Mobilität steigen die Kinder und Jugendlichen auf den öffentlichen Verkehr um, weil er bequemer ist als das Velo. Im Tram oder Bus können sie SMS schreiben, ihr Facebook-Konto aufdatieren und miteinander reden.

Diese Erkenntnis deckt sich mit den Erfahrungen von Experten. «Für Jugendliche ist Velofahren nicht cool», sagt Christoph Merkli, Geschäftsführer von Pro Velo. Zudem würden die Pendlerdistanzen für Schüler und Lehrlinge grösser. Öffentliche Verkehrsmittel würden da attraktiver.

Weniger Velofahrer als vor zehn Jahren

Ein weiteres Hindernis: der Velohelm, den Kinder auf Geheiss ihrer Eltern tragen sollen. Die Lust am Velofahren hält sich auch bei den Erwachsenen ebenfalls in Grenzen. Das Velo wird seltener eingesetzt als vor zehn Jahren, die zurückgelegte Distanz und Fahrzeit werden kürzer. Auch der Verkauf von Alltagsvelos geht seit drei Jahren deutlich zurück.

Diese Entwicklung kommt der Velo-Lobby und den grossen Schweizer Städten ungelegen. Sie arbeiten an der grossen Verkehrs-Wende. Sie wollen den Anteil des Velos am Verkehr deutlich erhöhen – auf Kosten des Autos.

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