Zum Hauptinhalt springen

Juso: Massenbesäufnisse wie Streetparade

Die Schweizer Jungsozialisten rufen die Veranstalter von Botellones auf, die Massenbesäufnis-Verbote zu missachten. Die Stadtbehörden sollten vielmehr nach konsensfähigen Lösungen suchen.

Namentlich Lausanne, Bern und Zürich wollen die Botellones nicht tolerieren, wie deren Behörden am Vortag bekannt gaben. Die Jungsozialisten halten die Verbote für heuchlerisch. Vor allem die Stadt Zürich treibe ein doppeltes Spiel: Vor knapp zwei Wochen habe mit der Streetparade «das grösste kommerzielle Massenbesäufnis der Schweiz» stattgefunden, heisst es in einer Juso-Mitteilung vom Donnerstag. Wenn die Jugendlichen nun selber, ohne Kaufzwang und ohne Profitinteressen der Verantwortlichen etwas organisieren wollten, stellten sich die Stadtbehörden quer.

«Die Besäufnisse finden sowieso statt»

Über Sinn oder Unsinn solcher Veranstaltungen könne man sich streiten. Die Juso rufe denn auch nicht zu sinnlosen Massenbesäufnissen auf. «Was hier aber betrieben wird, ist illusorisch: Die Besäufnisse finden sowieso statt, ob kollektiv oder nicht.»

Die Städte sollten vielmehr mit den Jugendlichen den Dialog vor Ort suchen und Interesse für sie zeigen. «Warum bieten die Städte nicht ein Gratiskonzert an und sind mit der Drogenprävention und der Jugendarbeit vor Ort? Warum nicht gemeinsam ein Abfallkonzept erstellen und für sanitäre Anlagen sorgen?»

AP/cpm

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch