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Kam es zum Geheimtreffen ohne Fischer?

Im Zuge der Affäre Mörgeli nimmt Unirektor Andreas Fischer frühzeitig den Hut. Die «Studierendenzeitung» berichtet von einem Treffen der Prorektoren mit oppositionellen Professoren Anfang der Woche.

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Das dritte Opfer im Fall Mörgeli: Uni-Zürich-Rektor Andreas Fischer.
Das dritte Opfer im Fall Mörgeli: Uni-Zürich-Rektor Andreas Fischer.
Keystone

Nach dem Skandal um das Medizinhistorische Institut der Universität Zürich zieht Rektor Andreas Fischer die Konsequenzen: «Ich bedaure die jetzt entstandene Situation, für die ich als Rektor letztlich die Verantwortung trage, und bin zum Schluss gekommen, dass mein Rücktritt im Interesse der Universität Zürich richtig ist.» Damit nimmt Fischer ein halbes Jahr vor seiner geplanten Pensionierung den Hut.

In den letzten Wochen überschlugen sich die Berichte über die Uni Zürich. Nach der Entlassung des Professoren Christoph Mörgeli erhielt auch die Professorin Iris Ritzmann am vergangenen Dienstag die Kündigung. Der Vorwurf: Sie soll Informationen an einen Journalisten weitergegeben haben. Mit offenen Briefen protestierten Professoren der Uni Zürich gegen den Entscheid und warfen dem Rektor vor, aus politischem Druck gehandelt zu haben. Fischer wies den Verdacht, dass er mit Ritzmann ein Bauernopfer präsentieren wolle, zurück.

Der Stellvertreter nimmt Stellung

Für weitere Kritik sorgte die Tatsache, dass die Uni Zürich im Zuge der Entlassung Ritzmanns, die Staatsanwaltschaft Telefon und E-Mail-Daten von Uniangehörigen durchleuchten liess. 23 Mitarbeiter der Universität wurden von der Zürcher Kantonspolizei zu einer Einvernahme geladen. (Redaktion Tamedia berichtete.)

Durch die Ereignisse der letzten Wochen verlor Fischer wohl den Rückhalt in der Unileitung. Fischer selbst verliert dazu keine Worte. Dafür nimmt einer seiner drei Stellvertreter, Otfried Jarren, Stellung. Er betont, dass es in der Universitätsleitung keine Auseinandersetzungen gegeben habe. Ein Bericht der «Zürcher Studierendenzeitung» lässt daran zweifeln. Demnach hat sich ein Teil der Prorektoren Anfang Woche mit oppositionellen Professoren getroffen, schreibt das Magazin unter Berufung auf «gut informierte Quellen».

Nun liegt es am Universitätsrat, den Rücktritt Fischers formell zu bestätigen. Ab dem 1. August 2014 wird der neugewählte Rektor Michael Hengartner die Leitung übernehmen. Ob dieser bereits früher einspringt, ist unklar.

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