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Kampfjets am Himmel sorgen für Verwirrung

Leser haben heute Schweizer Kampfflugzeuge beobachtet, die eine Passagiermaschine eskortierten. Die Armee erklärt.

Ungewöhnliches Bild: Ein Leserreporter hat die Kampfjets über dem Knonauer Amt fotografiert. (5. September 2017)
Ungewöhnliches Bild: Ein Leserreporter hat die Kampfjets über dem Knonauer Amt fotografiert. (5. September 2017)
Leserreporter
Die Luftwaffe beruhigt: Es handelte sich bei der Eskorte nur um einen Trainingsflug.
Die Luftwaffe beruhigt: Es handelte sich bei der Eskorte nur um einen Trainingsflug.
Leserreporter
Ziel der Luftwaffe ist, eine permanente Einsatzbereitschaft von zwei bewaffneten Kampfjets innert höchstens 15 Minuten zu erreichen.
Ziel der Luftwaffe ist, eine permanente Einsatzbereitschaft von zwei bewaffneten Kampfjets innert höchstens 15 Minuten zu erreichen.
Leserreporter
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Besorgte Leser beobachteten heute am frühen Nachmittag im Grossraum Zürich drei F/A-18, die eine Passagiermaschine eskortierten. Die Schweizer Luftwaffe brauche Trainingsflüge, um das Projekt Luftpolizeidienst 24 (LP 24) umzusetzen, sagte Armee-Sprecherin Delphine Allemand zu Redaktion Tamedia.

Was die Sprecherin zur Zeit der Anfrage offenbar nicht wusste war, dass es sich bei diesen Beobachtungen von Lesern um einen Anlass der Luftwaffen- , beziehungsweise Ausbildungsplattform Sphair (ehemals Fliegerische Vorschulung) handelte. Die neuesten Abgänger – und künftigen Militärpiloten – durften unter der Flugnummer LX7524 mit eine Bombardier CS100 der Swiss von Zürich nach Emmen fliegen. Als Organisatorin des Events eskortierte die Schweizer Luftwaffe das Flugzeug mit zwei Kampfjets.

Für die meisten Personen, die am Boden die Beobachtungen am Himmel gemacht haben und von dem Sphair-Event nichts gewusst haben, war die Szenerie in der Luft eher beängstigend. Bereits gestern Vormittag hatte ein Einsatz von zwei F/A-18-Flugzeugen der Luftwaffe für Verwirrung gesorgt. Die Kampfjets begleiteten einen Businessjet und lösten dabei einen Überschallknall in der Region Zürich aus.

Luftpolizeidienst 24

Die Schweizer Luftwaffe war bis vor Kurzem nur tagsüber für luftpolizeiliche Einsätze abrufbar – und erntete damit landesweiten Spott. Bis 2020 will die Luftwaffe eine tägliche 24-Stunden-Bereitschaft realisieren.

Ziel des LP24 ist es, eine permanente Einsatzbereitschaft von zwei bewaffneten Kampfjets innert höchstens 15 Minuten zu erreichen. Der erste Schritt dazu wurde bereits 2016 gemacht: Während 50 Wochen standen die Flugzeuge an Wochentagen von 8 bis 18 Uhr bereit.

Tägliches Training

In diesem Jahr wurde diese Präsenz auf 365 Tage ausgebaut. Man müsse die Piloten auf diese Situationen dementsprechend schulen und vorbereiten, so Allemand. Zur Vorbereitung gehörten eben auch solche Trainingsflüge wie heute. Ein solches Manöver gehöre zu den luftpolizeilichen Standardaufgaben der Armee und finde rund einmal täglich statt.

Ab 2019 werden die Jets von 6 bis 22 Uhr bereit stehen und Ende 2020 erfolgt dann der Ausbau auf 24 Stunden während 365 Tagen. Der Ausbau der Bereitschaft kostet pro Jahr 30 Millionen Franken. Bis Ende 2020 werden dazu 100 zusätzliche Stellen geschaffen. Hauptstandort ist der Militärflugplatz Payerne VD.

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