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Kander-Armeeunfall: Suche eingestellt

Die Suche nach dem letzten Vermissten des Militärunfalls auf der Kander vom letzten Juni wird eingestellt - sie blieb am Mittwoch erfolglos.

Der Wasserstand der Kander habe am Mittwoch eine erneute Suche möglich gemacht, heisst es in einer Mitteilung des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport. In einer gemeinsamen Aktion suchten Angehörige der Kantonspolizei Bern und der Armee noch einmal den in Frage kommenden Flussabschnitt ab.

Von dem vermissten Armeeangehörigen fanden die Suchmannschaften aber nach wie vor keine Spur. Nach Rücksprache mit Spezialisten der Seepolizei wird die Suche nun eingestellt.

Dass in Gewässern Ertrunkene auf immer verschwunden bleiben kommt des Öfteren vor. Der wohl bekannteste Fall aus jüngerer Zeit ist eine Australierin, die beim Canyoning-Unglück im Saxetbach im Juli 1999 ums Leben kam und seither vermisst wird.

Schwellen brachten Boote zum Kentern

Am 12. Juni 2008 waren bei einer Bootsfahrt auf der Kander bei Wimmis zehn Angehörige einer Lufttransport-Sicherungskompanie verunglückt. Fünf Personen überlebten das Unglück, vier Männer konnten nur noch tot geborgen werden und ein Armeeangehöriger wird vermisst.

Nach einer 15 Tage dauernden, intensiven Suchaktion mit zivilen- und militärischen Einsatzkräften war die Suche am 27. Juni wegen des hohen Wasserstandes der Kander unterbrochen worden.

Der fragliche Flussabschnitt der Kander gilt bei Fachleuten als gefährlich. Ermittlungen der militärischen Untersuchungsbehörden ergaben, dass die beiden Schlauchboote mit je fünf Mann Besatzung bei Schwellen im Fluss in Schwierigkeiten gerieten und kenterten.

Vor der Bootsfahrt hatte der verantwortliche Kompaniekommandant den Fluss nicht genügend erkundet. Der Militärunfall auf der Kander war das zweite grosse Unglück bei der Armee innerhalb eines Jahres. Zuvor starben sechs Soldaten bei einer Bergtour an der Jungfrau.

Die beiden Unglücke lösten heftige Diskussionen um das Risikomanagement bei der Armee aus.

SDA/mbr

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