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Kein gefährliches Radium auf Bieler Deponie

Das Bundesamt für Gesundheit gibt Entwarnung für das Wohngebiet über einer ehemaligen Deponie in Biel, auf dem Radium gefunden worden war.

Die Arbeiten an der A5 in Biel: Hier kamen die radioaktiven Stoffe zutage.
Die Arbeiten an der A5 in Biel: Hier kamen die radioaktiven Stoffe zutage.
Tobias Anliker
Im Aushub wurde 2012 radioaktives Radium entdeckt.
Im Aushub wurde 2012 radioaktives Radium entdeckt.
Keystone
Als Folge des Funds: Die Behörden trafen Massnahmen zum Schutz der Bauarbeiter.
Als Folge des Funds: Die Behörden trafen Massnahmen zum Schutz der Bauarbeiter.
Keystone
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Die Radioaktivitätsmessungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) auf der ehemaligen Deponie in Biel haben keine gesundheitsgefährdenden Werte ergeben. Das BAG schliesst auf den Flächen des Wohngebiets gesundheitliche Risiken aus. Im Wohngebiet, das vor vielen Jahren über der ehemaligen Deponie gebaut wurde, führte das BAG an sieben verschiedenen Orten Messungen der Radioaktivität durch. Es mass laut einer Mitteilung insbesondere die Konzentrationen von Radium-226. Dies, nachdem auf dem nicht bewohnten Teil des Gebiets punktuell radioaktive Altlasten aus der Uhrenindustrie gefunden worden waren.

Anfang Juni war wegen dieser radioaktiven Altlasten ein Streit zwischen BAG und der Stadt Biel ausgebrochen. Die Bevölkerung war nicht informiert worden und die Beteiligten schoben sich dafür gegenseitig die Schuld zu. Die Radiumreste waren beim Autobahnbau zum Vorschein gekommen.

Leicht erhöhte Radiumwerte

An sechs Stellen entsprechen die Radium-Werte der natürlichen Konzentration im Boden. An einer Stelle wurden leicht erhöhte Werte von Radium künstlicher Herkunft gemessen. Die daraus resultierende zusätzliche Strahlendosis von 5 bis 9 Nanosievert pro Stunde stellt jedoch nach Angaben des BAG kein Risiko für die Gesundheit von Personen dar, die sich dort aufhalten. Der leicht erhöhte Wert beträgt weniger als zehn Prozent der an diesem Ort gemessenen natürlichen radioaktiven Strahlung. Das BAG prüft auch das Sickerwasser auf dem Gebiet der ehemaligen Deponie, wie es bereits Anfang Juni bekanntgab. Die Resultate werden Anfang Juli veröffentlicht.

Der Bieler Gemeinderat reagierte am Donnerstag in einer eigenen Mitteilung «mit Erleichterung» auf den Befund des BAG. Es seien demnach keine unmittelbaren Sanierungsmassnahmen nötig. Bei künftigen Bauarbeiten im Bereich der Deponie müssten allerdings künftig Strahlungsmessungen durchgeführt werden. Dies, um den Schutz der Arbeiter zu gewährleisten und damit radioaktiv belastetes Material korrekt entsorgt werden könne.

SDA/rv/thu

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