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Kein Geld für die Opfer der Fürsorgepolitik

Personen, die ohne Gerichtsurteil weggesperrt wurden, sollen gesetzlich rehabilitiert werden. Vom Bund erhalten sie jedoch keine Wiedergutmachung. Den Verdingkindern könnte es gleich gehen.

Stefan Schürer, Bern
«Arbeitsscheue» oder «liederliche» Jugendliche konnten bis 1981 einfach weggesperrt werden: Gefängnisflur in Altstetten. (Symbolbild)
«Arbeitsscheue» oder «liederliche» Jugendliche konnten bis 1981 einfach weggesperrt werden: Gefängnisflur in Altstetten. (Symbolbild)
Keystone

Ihr Schicksal gehört zu den dunkeln Kapiteln der Schweizer Justizgeschichte. Ohne eine Straftat begangen zu haben, wurden sogenannt administrativ Verwahrte in Gefängnissen weggesperrt. Für die Einweisung genügte ein Lebenswandel, der die Jugendlichen im Jargon der Behörden als «arbeitsscheu» oder «liederlich» erscheinen liess. Die Vormundschaftsbehörden hatten freie Hand. Die Betroffenen konnten sich nicht gerichtlich zur Wehr setzen. Erst 1981 nahm diese Praxis ein Ende.

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