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Kein Schweizer Gift für US-Henker

In der EU ist die Ausfuhr von Arzneimitteln zur Vollstreckung der Todesstrafe verboten. Die Schweiz zog hier nicht mit. Das soll sich jetzt ändern.

Hubert Mooser
Todestrakt: San Quentin ist das brutalste Gefängnis Kaliforniens. Seit 1996 werden die zum Tode verurteilten Insassen durch Giftinjektionen hingerichtet.
Todestrakt: San Quentin ist das brutalste Gefängnis Kaliforniens. Seit 1996 werden die zum Tode verurteilten Insassen durch Giftinjektionen hingerichtet.
Keystone
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In 36 von 37 US-Bundesstaaten, welche die Todesstrafe praktizieren, werden zum Tode Verurteilte durch Giftspritzen hingerichtet. Von 1976 bis 2011 starben 1103 Menschen durch Injektionen. Die US-Henker haben inzwischen aber Mühe, Lieferanten für den Giftcocktail zu finden. Der bisherige alleinige US-Zulieferer für das bei Exekutionen eingesetzte Narkosemittel Thiopental hat die Produktion vor knapp einem Jahr eingestellt. Auf EU-Firmen ausweichen kann die USA nicht, weil die EU die Ausfuhr von kurz- und mittelfristig wirkenden Barbituraten zur Vollstreckung der Todesstrafe verboten hat. Brüssel hat am 20. Dezember 2011 bestimmte Arzneistoffe und Zubereitungen wie eben das Thiopental in die EU-Anti-Folter-Verordnung aufgenommen.

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