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«Keine Möchtegern-Marxisten»

Trotz Medienschelte ist Cédric Wermuth überzeugt, dass die SP mit dem neuen Parteiprogramm keinen Fehler gemacht hat. Der Juso-Präsident erklärt, warum der Kapitalismus eben doch überwunden werden müsse.

Cédric Wermuth
«Die 300 Reichsten verfügen über ein Reinvermögen von 459 Milliarden»: Juso-Präsident Cédric Wermuth.
«Die 300 Reichsten verfügen über ein Reinvermögen von 459 Milliarden»: Juso-Präsident Cédric Wermuth.
Keystone

«Möchtegern-Marxisten», «Weltverbesserungsverein» (MittellandZeitung und Sonntag), Krypto-Marxisten (NZZ), «unschweizerisch, umstürzlerisch» (Weltwoche), «Retro-Programm» (20 Minunten). Die deutschschweizer Presse ist sich einig: Die SP hat mit dem neuen Parteiprogramm einen groben Fehler gemacht. Es seien die Rezepte von gestern und überhaupt unverschämt, dass die Partei solch «radikale» Positionen einnehmen. Immer dann aber, wenn zu grosse Einigkeit herrscht, lohnt es sich genau hinzuschauen. Besonders anstössig scheint, dass die SP es «wagt», sich die «Überwindung des Kapitalismus» und den «demokratischen Sozialismus» auf die Fahne zu schreiben. Tatsächlich entspricht das, was wir fordern dem gesunden, demokratischen Menschenverstand.

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