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Keine Privatpersonen mehr als Gäste in Schweizer Militärjets

Die Schweizer Luftwaffe hat Konsequenzen aus den beiden F/A-18 Abstürzen in den letzten zwei Jahren gezogen. Kampfjetflüge sind für Privatpersonen ab sofort verboten.

Passagierflüge mit Zivilisten verboten: Eine F/A-18 der Schweizer Armee startet auf dem Flugplatz Emmen.
Passagierflüge mit Zivilisten verboten: Eine F/A-18 der Schweizer Armee startet auf dem Flugplatz Emmen.
Christian Beutler, Keystone

Die Schweizer Luftwaffe lässt vorläufig keine Privatpersonen mehr in Militärjets mitfliegen. Es handelt sich dabei um die Konsequenz des Kampfjet-Absturzes am Lopper bei Alpnach OW vom Oktober 2013.

Der Untersuchungsrichter hatte nach dem Unfall am Lopper angeregt, dass Passagierflüge in Kampfflugzeugen künftig nur noch bei guten Wetterbedingungen durchgeführt werden sollen, wie die Sendung «10 vor 10» von SRF bei der Luftwaffe in Erfahrung bringen konnte.

Diese Anregung sei inzwischen konsequent umgesetzt worden. Seit dem Absturz in Frankreich verzichte die Luftwaffe auf Anordnung des Kommandanten der Luftwaffe vorläufig auf sämtliche sogenannten Pax-Flüge mit Zivilisten.

Politiker, Journalisten, Prominente

18 Mal sind in den letzten drei Jahren Privatpersonen auf Einladung der Schweizer Luftwaffe in Kampfjets mitgeflogen. Dieses Jahr wurden sechs solche Pax-Flüge durchgeführt. Viermal waren Politiker an Bord, zweimal Journalisten. 2014 waren es vier Flüge gewesen, zwei mit Politikern und je einer mit einem Prominenten und einem Journalisten.

Diese Flüge seien im Rahmen von bereits geplanten Trainingsflügen und zulasten des ordentlichen Flugstundenbudgets durchgeführt worden. 2013, im Jahr des Lopper-Absturzes, flogen drei Politiker, drei Journalisten, ein Vertreter der Zivilluftfahrt und ein Prominenter mit.

Beim Prominenten handelte es sich um den damaligen Schwingerkönig Kilian Wenger, der auf Gesuch von SRF vor dem Eidgenössischen Schwingfest in die Luft ging.

SDA/bee

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