Knappes Ja für RTVG zeigt politische Spaltung der Schweiz auf

Das RTVG erzielte im Juni mit 50,1 Prozent Ja das knappste Abstimmungsergebnis seit der Bundesstaatsgründung. Die neueste Vox-Analyse zeigt: Die Mitte war gespalten.

Abstimmungstag: Ein Kameramann der SRG filmt das Geschehen beim Komitee gegen die Änderung des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen RTVG am 14. Juni 2015 in Bern.

Abstimmungstag: Ein Kameramann der SRG filmt das Geschehen beim Komitee gegen die Änderung des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen RTVG am 14. Juni 2015 in Bern. Bild: Alessandro della Valle/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das knappe Ja zum Radio- und TV-Gesetz (RTVG) hat eine klare Spaltung zwischen dem linken und rechten politischen Lager in der Schweiz aufgezeigt. Während 73 Prozent der SP-Sympathisanten für das Gesetz stimmten, waren es bei den SVP-Anhängern nur gerade 27 Prozent.

Die Mitte war gespalten, wie die heute veröffentlichte Vox-Analyse der eidgenössischen Abstimmungen vom 14. Juni zeigt. Neben der ideologischen Positionierung waren demnach der Grad an Vertrauen in die Regierung und die Einstellung gegenüber der SRG entscheidend.

SRG geniesst grossen Rückhalt

Der hohe Anteil der Nein-Stimmen lasse sich aber nicht auf die Unzufriedenheit mit der SRG reduzieren, hiess es. Denn mit 73 Prozent Zustimmung geniesst die SRG in der Bevölkerung grosses Vertrauen. Sogar 61 Prozent der Gegner der Vorlage hätten sich mit der SRG zufrieden gezeigt.

Als Grund für den Entscheid wurde denn auch mehrheitlich die Bewertung des neuen Gebührensystems und dessen Auswirkungen angegeben. Die Befürworter argumentierten, dass in der heutigen Zeit praktisch alle Menschen Radio und Fernsehen nutzten und deshalb auch alle dafür bezahlen sollten.

Die Gegner hingegen empfanden die obligatorische Abgabe als ungerecht und kritisierten deren Höhe. Das RTVG erzielte gemäss der dem Forschungsinstitut gfs.bern, welches die Analyse durchführte, mit 50,1 Prozent Ja das knappste Abstimmungsergebnis seit der Bundesstaatsgründung. (kko/sda)

Erstellt: 14.08.2015, 10:33 Uhr

Artikel zum Thema

Knappes RTVG-Ja kommt vor Bundesgericht

Nach dem knappen Ja zur RTVG-Revision wird die Abstimmung nun ein Fall fürs Bundesgericht. Mehr...

Luzerner Regierung weist RTVG-Beschwerde ab

Auch in Luzern wird es keine Nachzählung geben. Die Regierung folgt den Entscheiden aus Zürich, Bern und Basel. Mehr...

Baselbiet will RTVG-Stimmen nicht nachzählen

Eine Privatperson will, dass das Resultat der RTVG-Abstimmung überprüft wird. Die Kantonsregierung ist jedoch nicht auf die Stimmrechtsbeschwerde eingetreten. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Blog

Blogs

Mamablog Mama, bleib doch mal stehen!

Never Mind the Markets Polen und Ungarn sind keine Schwellenländer

Wettbewerb

Wie du spielend Geld sparen kannst

Energy Hero ist das kostenlose Online-Spiel, mit dem du mit etwas Fingerfertigkeit Preise im Wert von insgesamt 30 000 Franken gewinnen kannst.

Die Welt in Bildern

Bitte lächeln: Frankie die Bordeauxdogge stellt sein Löwenkostüm zur Schau. Er nimmt mit seinem Herrchen an der Tompkins Square Halloween Hundeparade in Manhattan teil (20. Oktober 2019).
(Bild: Andrew Kelly) Mehr...