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König Carlos schmeichelt der Schweiz

Der spanische König Juan Carlos I. und Königin Sofia lobten heute die enge Freundschaft mit der Schweiz. Gleichzeitig trat der Monarch mit einer Bitte an die Eidgenossenschaft.

Verstehen sich prächtig: König Juan Carlos I. und Micheline Calmy-Rey in Bern. (12. Mai 2011)
Verstehen sich prächtig: König Juan Carlos I. und Micheline Calmy-Rey in Bern. (12. Mai 2011)
Reuters
Erhielten in Kehrsatz BE ein kleines Ständchen geboten: König Juan Carlos I. mit Königin Sofia und Micheline Calmy-Rey.
Erhielten in Kehrsatz BE ein kleines Ständchen geboten: König Juan Carlos I. mit Königin Sofia und Micheline Calmy-Rey.
Reuters
Im eigenen Flugzeug angereist: Der spanische König Juan Carlos I. und Königin Sofia betreten Schweizer Boden. (12. Mai 2011)
Im eigenen Flugzeug angereist: Der spanische König Juan Carlos I. und Königin Sofia betreten Schweizer Boden. (12. Mai 2011)
Keystone
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Der spanische König Juan Carlos I. hat bei seiner Rede im Bundeshaus einen «herzlichen Gruss an das Schweizer Volk» gerichtet und die enge Freundschaft zwischen beiden Ländern hervorgehoben. Der Besuch des Monarchen wurde vom Erdbeben in Spanien überschattet.

Vor Beginn der Reden gedachten Königspaar, Bundesrat und die Delegationen beider Länder in einer Schweigeminute der neun Toten und über 250 Verletzten der beiden Beben in der Region Murcia vom Mittwoch.

In seiner Rede hob Juan Carlos dann mehrfach die gemeinsamen Interessen in Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und in der internationalen Politik hervor. Beide Länder verfolgten eine Politik unter dem Primat des Völkerrechts und mit dem Ziel, die Menschenrechts vorwärts zu bringen, sagte er.

Zum Thema EU ermunterte er die Schweiz zu einer weiteren Annäherung an Europa. Spanien werde die Schweiz dabei unterstützen, sagte er. Auch Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey betonte die gemeinsamen Anstrengungen und Ziele beider Länder in internationalen Fragen, so bei der Reform des UNO-Sicherheitsrates.

Jahrhundertealte Freundschaft

Beide verwiesen auf die lange Dauer der Freundschaft zwischen beiden Ländern: So erwähnte der König, dass bereits im 16. Jahrhundert Beziehungen zwischen einzelnen Kantonen und Spanien aufgenommen wurden. Auch den Beitrag der spanischen Gemeinde zu Wohlstand und Kultur der Schweiz erwähnte der König.

Calmy-Rey wiederum griff auf den Sport zurück, um die Freundschaft zu illustrieren. Ein Basler habe den spanischen Spitzenclub FC Barcelona gegründet. Weil dieser vorher beim FC Basel mitgemacht habe, hätten nun beide Clubs die gleichen Farben - blau und rot. Auch eine launige Anspielung auf die beiden Spitzenspieler des Tennis, Roger Federer und Raphael Nadal, liess die Bundespräsidentin während ihrer Rede fallen.

Jubel auf dem Bundesplatz - ohne Sommaruga

Zuvor waren Juan Carlos und Königin Sophia in strömendem Regen auf dem Bundesplatz mit militärischen Ehren und unter dem Jubel der Zuschauer - darunter viele, die eine spanische Flagge schwenkten - empfangen worden.

Nach dem Abschreiten der Ehrengarde machte der König plötzlich einen Schwenk und ging zu den Zuschauern und begrüsste einige davon per Handschlag, worauf «viva el rey»- (Es lebe der König»)-Rufe erschollen.

Entgegen dem Protokoll für Staatsbesuche war der Bundesrat bei der Begrüssung nicht komplett. Es fehlte Justizministerin Simonetta Sommaruga, die zu einem EU-Sondertreffen zur Flüchtlingsfrage nach Brüssel geeilt war. Thema war die Frage, ob an den Binnengrenzen des Schengen-Raumes wieder befristete Passkontrollen eingeführt werden sollen.

SDA/pbe

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