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Konstanz verschärft Regeln für Schweizer Schüler

Deutsche Kinder zuerst: Der Gemeinderat der deutschen Grenzstadt schränkt den Zugang zu den dortigen Grundschulen für Schüler aus der Schweiz ein.

Schweizer Schüler sollen nur noch zugelassen werden, wenn Kapazitäten bestehen: Grenzübergang zwischen Konstanz und Kreuzlingen. (Archiv)
Schweizer Schüler sollen nur noch zugelassen werden, wenn Kapazitäten bestehen: Grenzübergang zwischen Konstanz und Kreuzlingen. (Archiv)
Reuters

Kinder mit Wohnsitz in der Schweiz dürfen in Konstanz künftig nur noch eingeschränkt an städtischen Grundschulen lernen. Der Gemeinderat stimmte einem entsprechenden Antrag zu. Demnach sollen die Plätze vom Schuljahr 2014/2015 an zunächst an Schüler aus Baden-Württemberg vergeben werden. Wenn dann noch Kapazitäten frei sind, können diese auch von Kindern aus der Schweiz in Anspruch genommen werden. Eine ähnliche Regelung gibt es bereits für die weiterführenden Schulen in Konstanz.

Ursprünglich hatte die Verwaltung sogar dafür plädiert, gar keine Kinder mit Schweizer Wohnsitz mehr an städtischen Grundschulen aufzunehmen. Das hatte in der Stadt für massive Kritik gesorgt – innerhalb weniger Tage wurden mit einer Online-Petition rund 500 Unterschriften dagegen gesammelt.

Lange Diskussionen

Nach zahlreichen Gesprächen habe man den Antrag schliesslich noch einmal geändert, sagte der zuständige Bürgermeister Andreas Osner im Vorfeld der heutigen Debatte. Das Thema hatte im Gemeinderat für lange Diskussionen gesorgt. Mehrere Gemeinderäte bemängelten, die Verwaltung habe einen Beschluss vorgeschlagen, der rechtlich überhaupt nicht geprüft worden sei.

Ein Antrag, das Thema in den Schulausschuss zurück zu verweisen, wurde aber ebenso abgelehnt wie die Empfehlung, die bisherige Praxis für ein weiteres Jahr beizubehalten. Am Ende stimmten die Räte mit deutlicher Mehrheit für den vorgelegten Beschlussantrag.

(SDA)

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