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«Kontingente sind ein Griff in den Giftschrank»

Wie weiter nach MEI-Ja und Ecopop-Nein? Kantone und Bund liegen sich bereits wegen kleiner Kontingentreduktionen in den Haaren. Avenir-Suisse-Ökonom Patrik Schellenbauer sagt, eine flexible Lösung sei nun richtig.

Der Bundesrat spricht sich bisher für eine strikte Umsetzung aus: Justizministerin Simonetta Sommaruga nach der Abstimmung über die Ecopop-Initiative. (30. November 2014)
Der Bundesrat spricht sich bisher für eine strikte Umsetzung aus: Justizministerin Simonetta Sommaruga nach der Abstimmung über die Ecopop-Initiative. (30. November 2014)
Keystone

Herr Schellenbauer, wie weit sind wir heute von einer Lösung der Zuwanderungsfrage entfernt? Eigentlich gleich weit wie vor einem halben Jahr. Es ist auch heute noch nicht absehbar, in welche Richtung die Lösung gehen wird. Es gibt eine starke Strömung, die den Entscheid vom 9. Februar mit einer neuen Volksabstimmung umstossen möchte und sich nach dem massiven Ecopop-Nein bestärkt fühlt. Ein anderer Teil des politischen Spektrums fordert eine strenge Umsetzung gemäss Wortlaut, will damit aber in erster Linie die Beziehungen zur EU torpedieren. Neben vielen, die wie wir eine pragmatische Lösung suchen, gibt es nicht wenige, die einen «pädagogischen» Ansatz verfolgen. Sie setzen auf eine wortgetreue Umsetzung, in der Hoffnung, dass sich diese als nicht praktikabel erweisen wird und der unliebsame Entscheid daraufhin korrigiert wird.

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