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Kundgebungen für Gaza in Bern und Zürich

Rund 300 Personen haben in Bern Israels Militäraktion verurteilt. Sie forderten das «sofortige Ende der Blockade des Gazastreifens». In Zürich demonstrierten einige Dutzend Palästinenser.

In Bern sagte Elisabeth Lutz vom Verein «Gerechtigkeit und Frieden in Palästina GFP Bern», der die Platzkundgebung organisiert hatte, es gehe nicht nur darum, die Erstürmung des Gaza-Hilfskonvois zu verurteilen. «Wir wollen vor allem Druck machen, damit es nie wieder zu solchen Vorfällen kommt.»

Der grüne Nationalrat und Präsident der Gesellschaft Schweiz-Palästina, Daniel Vischer, forderte in seiner Rede die Regierungen zum Handeln auf. Sein Ratskollege Josef Lang schloss sich dem an und verlangte von der Schweiz, die «militärische Kooperation mit Israel» sofort zu stoppen.

Nach der Platzkundgebung auf dem Waisenhausplatz in der Nähe des Bundeshauses wollten einige Demonstrierende noch zur israelischen Botschaft in Bern weiterziehen. Doch von solchen Aktionen distanzierten sich die Organisatoren. Elisabeth Lutz betonte, dass es wichtig sei, auf Inhalte zu achten und friedlich zu protestieren.

Mehr Medienaufmerksamkeit gefordert

Vor den Studios des Schweizer Fernsehens (SF) in Zürich-Oerlikon demonstrierten am Dienstagnachmittag einige Dutzend Palästinenser gegen den gewaltsamen Militäreinsatz Israels. Sie forderten die Medien auf, mehr über die Situation in Gaza zu berichten. Mit einer riesigen Palästinenserflagge und mit verschiedenen Transparenten machten die Demonstranten auf ihr Anliegen aufmerksam. Kernbotschaften waren etwa «Free Gaza», «Lasst Zivilisten frei leben» oder aber «Schweigen ist Komplizenschaft».

«Wir appellieren an die Medien, intensiver über Palästina zu berichten», sagte Firas Abdelhadi, Mitorganisator der Kundgebung sowie Vorstandsmitglied der Gesellschaft Schweiz-Palästina, auf Anfrage. Auch müsste allen Opfern des Konflikts gleich viel Aufmerksamkeit geschenkt werden - egal ob es sich um Israelis oder Palästinenser handle.

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verschaffen, übergaben die Organisatoren SF-Chefredaktor Hansruedi Schoch ein Flugblatt. Schandtaten wie jene vom Montag würden die Medien oft verschweigen oder verharmlosen, heisst es darauf.

SDA/mt

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