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«Kurz darauf wurde der Zweite am Flughafen Colombo verhaftet»

Mario Gattiker, Direktor des Bundesamtes für Migration, sagt, wie es zum Fall der zwei Asylbewerber aus Sri Lanka kam, die ausgewiesen und später im eigenen Land verhaftet wurden.

Raphaela Birrer
Die Schweizer Diaspora hat die Rebellenorganisation Tamil Tigers massiv finanziell unterstützt – nun droht Heimkehrern in Sri Lanka Repression: Tamilen demonstrieren gegen den Krieg in ihrem Heimatland. Auf den Plakaten sind Symbole sowie der Anführer der Tamil Tigers zu sehen. (30. März 2009)
Die Schweizer Diaspora hat die Rebellenorganisation Tamil Tigers massiv finanziell unterstützt – nun droht Heimkehrern in Sri Lanka Repression: Tamilen demonstrieren gegen den Krieg in ihrem Heimatland. Auf den Plakaten sind Symbole sowie der Anführer der Tamil Tigers zu sehen. (30. März 2009)
Keystone
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Herr Gattiker, der Anwalt einer der beiden in Sri Lanka verhafteten Tamilen kritisiert, das Schicksal seines Mandanten sei absehbar gewesen. Geben Sie ihm nach den Untersuchungen Recht? Bis zu den beiden Verhaftungen im Sommer 2013 kam es bei Rückführungen von tamilischen Asylsuchenden zu keinen Problemen. Daher setzten wir nach dem ersten Vorfall umgehend Abklärungen in Gang. Kurz darauf wurde jedoch bereits der zweite Mann am Flughafen in der Hauptstadt Colombo verhaftet. Daraufhin stoppten wir per sofort alle Rückführungen nach Sri Lanka. Zwischen der ersten und der zweiten Verhaftung war es zeitlich jedoch nicht möglich, die nötigen Lageanalysen zu machen, die einen Wegweisungsstopp gerechtfertigt hätten. Es ist unsere Pflicht, die Informationen sorgfältig zu prüfen.

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