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Landesverweis wegen Ebola

Im Genfer Universitätsspital erhält der an Ebola erkrankte kubanische Arzt die bestmögliche Behandlung. Das Gesundheitswesen in seiner Heimat würde dem Ausbruch einer Epidemie hilflos gegenüberstehen.

Der Ebola-Patient wurde unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen in die Genfer Unispitäler eingeliefert. Foto: Keystone
Der Ebola-Patient wurde unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen in die Genfer Unispitäler eingeliefert. Foto: Keystone

Der mit Ebola infizierte kubanische Arzt ist in der Nacht auf Freitag am Genfer Flughafen angekommen. Der Mann heisst gemäss der kubanischen Staatszeitung «Granma» Félix Báez Sarrías, ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Er wurde in einem speziell für medizinische Transporte ausgerüsteten Privatjet von Sierra Leone in die Schweiz geflogen. Dem Flugzeug entstieg er ohne fremde Hilfe. Er zog sich sogar den für die Einlieferung in die Genfer Uni­versitätsspitäler (HUG) erforderlichen Schutzanzug eigenhändig an. Eine Ambulanz, von Polizeiautos eskortiert, brachte ihn in die Klinik. Dort wird der 43-Jährige nun in einem abgetrennten Sektor rund um die Uhr von einem Spezialistenteam betreut und mit dem Antikörpermittel ZMapp und einem antiviralen Medikament behandelt. Gestern war er trotz der üblichen Ebola-Symptome wie Fieber, Erbrechen, Durchfall, mangelhafter Blutgerinnung und Atmungsproblemen in stabilem Zustand.

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