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Lega-Politiker wird Bürgermeister von Lugano

Nach seinem Wahlsieg bei den Gemeindewahlen steigt Marco Borradori nun definitiv auf den Thron von Lugano. Letztlich musste der Lega-Politiker nicht einmal mehr in die Stichwahl.

Der Alte und der Neue: Borradori (rechts) wird als Bürgermeister vereidigt. Giudici tritt ab. (22. April 2013)
Der Alte und der Neue: Borradori (rechts) wird als Bürgermeister vereidigt. Giudici tritt ab. (22. April 2013)
Keystone

Der bisherige Stadtpräsident von Lugano, Giorgio Giudici (FDP), verzichtet auf eine Stichwahl um den Thron der Stadt. Sein Kontrahent Marco Borradori (Lega), der bei den Gemeindewahlen am 14. April als Wahlsieger hervorging, wird somit neuer Sindaco.

Mit dieser Entscheidung sollen «Spannungen und Konflikte» vermieden werden, die sich negativ auf die weitere Entwicklung von Luganos Grossprojekten auswirken könnte, teilte die FDP-Sektion Lugano heute mit. Man hoffe auf eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen den Parteien, hiess es.

Guidici bleibt in der Regierung

Rein theoretisch hätten bis Montagabend zwar noch alle neu gewählten Mitglieder der Stadtexekutive die Möglichkeit, sich zu einer Stichwahl anzumelden. Dies ist aber nicht zu erwarten. Im Wahlkampf traten nur Giudici und der ehemalige Lega-Staatsrat Marco Borradori als Kandidaten für das Amt des «Sindaco» auf.

Beide hatten auch die meisten Wähler hinter sich. Borradori erlangte bei den Wahlen für die Stadtregierung mit 14'212 das beste Ergebnis und wurde damit - bis zu einer eventuellen Stichwahl - übergangsweise neuer Gemeindepräsident. Giudici lag mit einem Abstand von rund 1'500 Stimmen hinter ihm.

Nach der Wahlschlappe erbat sich Giudici Bedenkzeit. Seinen Bemerkungen gegenüber Tessiner Medien liess sich entnehmen, dass er sogar erwog, nach 29 Jahren an der Spitze der Stadt ganz aus der Stadtregierung zurückzutreten. Am Folgetag verkündete er aber, seinen Wählern und der Stadt treu bleiben zu wollen.

SDA/mrs

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