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Liebe Landbevölkerung, wir müssen reden

2017 macht uns Angst – weil die Dörfler bestimmen, was passiert. Der Stossseufzer eines Städters.

So nah und doch so weit: Appenzeller Sennen auf dem Weg zu einer Viehschau. Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)
So nah und doch so weit: Appenzeller Sennen auf dem Weg zu einer Viehschau. Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)

Landliebe. So heisst eine der wenigen Schweizer Zeitschriften, die in den letzten Jahren steigende Auflagen verzeichneten. So lässt sich auch eine mächtige Facette des Lebensgefühls in der Schweiz, vielleicht überall in der westlichen Welt beschreiben. Auch beim Schreiber dieser Zeilen, der seit langem in der Stadt lebt. Die Jassrunden, die Männerriegen, das charakteristische Gemisch aus Diesel, ­Tannenharz und Eberdung in der Luft, die ­Schnitzel-Pommes-frites in der Dorfbeiz, der feste eigene Platz im Gefüge der kleinen Dorfwelt: Es ist nicht die Welt des Autors, und gerade darum übt sie ihren Zauber auf ihn aus, lockt ihn leise wie gehauchter Sirenengesang.

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