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Lieber zu viel als zu wenig reden

Es macht Sinn, am zweiten Arzttermin festzuhalten. Denn rückgängig zu machen ist der Entscheid nicht.

Es gebe vereinzelt Frauen, die die Abtreibung zur Verhütung einsetzten, sagen Gynäkologinnen. Diese wüssten es aufgrund schlechter Aufklärung nicht besser, Verhütung sei ihnen zu teuer oder schlicht zu mühsam. Für alle anderen Frauen gilt: Sie treiben nicht leichtfertig ab. Egal, ob sie nach vier Kindern kein fünftes wollen. Gerade von ihrem Partner verlassen wurden. Sich noch zu jung fühlen. Sie alle lässt nicht kalt, dass sie ungewollt schwanger sind – und entscheiden müssen.

Deshalb haben Frauen ein sorgfältiges und gründliches Erstgespräch mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin verdient. Auch die Tabletteneinnahme soll unter ihrer Aufsicht passieren, eine Nachkontrolle ist angezeigt, nur schon um Komplikationen zu vermeiden. Das Erstgespräch ist deshalb so wichtig, weil noch nichts entschieden werden muss. Es geht vorerst um Information: Welche Beratungsstellen gibt es? Wie sähe ein medikamentöser Schwangerschaftsabbruch aus, wie ein chirurgischer? Und was sind mögliche Risiken und Nebenwirkungen physischer und psychischer Art? Erst dann wird ein Termin für ein zweites Gespräch vereinbart – und der eigentliche Abbruch vorgenommen.

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